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war nicht unſer jüngſter Graf; das waren Fremde; ſie haben Lohnfuhrwerk.“ 3„Ich erwarte keine Gäſte! wer kann das ſein?“
„Dem Wagen nach kann's ihre gräfliche Gnaden ſein, die Frau Schweſter. Die ſucht ſich, mit Per⸗ miſſion zu reden, immer ſolche altmodiſche Kaſten aus.“
„Schweſter Barbara? Ja das wär' möglich;— fahr' zu, Chriſtoph!— Das wär' möglich. Es iſt zwar noch nicht ihre Zeit; ſie trifft ſonſt immer erſt mit September ein..A
„Sie wird halt Wind haben, Erzellenz, daß ihr Herzblatt, der Hermann, auf die Ferien kommt, und da will ſie keinen Tag verſäumen. Darum hat ſie ſich heuer frühzeitiger auf die Strümpfe gemacht.. tta, da haben wir ja ſchon den Herrn Niklas,... und dort die alte Schachtel, die Chriſtiane, mit ihren Schachteln... s wird ſchon recht ſein; es ſind die hann Gräfin Abbatiſſin ſammt ſämmtlichem Zubehör.
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Chriſtoph hielt an. Graf Eichengrün ſprang für ſeine fünfzig Jahre unglaublich raſch und ge⸗ wandt herab und fragte den ihn devot begrüßenden Niklas nach Gräfin Barbara.
„Meine Graͤfin hat ſich laſſen vom Haushof⸗ meiſter gleich durch den Garten führen, Erzellenz,


