Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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neben den gemeinſten und leerſten Erbärmlichkeiten, die man uns häufig auftiſcht, mit einigen Ehren zu behaupten?

In einem Aufſatze des Herrn E. Koſſak, den die Schleſiſche Zeitung brachte, fand ich endlich, was ich wiſſen wollte. Es war mit wenig eindringlichen Worten ausgeſprochen. Nun ſchwand das letzte Reſtchen von Groll über die getäuſchte Hoffnung. Ich ſah vollkommen ein, was Laube mit ſeinem Roman gemeint. Und ich nahm mir vor, aus der Komödie einen Roman zu machen; immer Koſſak's Worte vor Augen:Die Konzeption, einen jugend⸗ lich empfindenden Allen Rit dem früh blaſirten, an der Proſa der obenaufliegenden Gegenwart und Ge⸗ ſellſchaft moraliſch und intellektuell zugrundegegangenen Sohne in einen ſchneidenden Kontraſt zu ſetzen, und beide um die Liebe eines jungen Mädchens werben zu laſſen, müßte in liebevollerer Ausführung von einem ungleich beſſeren Erfolge begleitet geweſen ſein.

Lie beoollerer Ausführung! da ſaß es. Und aus dieſem Stich⸗ und Schlagwort iſt mein Roman entſtanden.

Daß Stuttgart, durch die berliner Niederlage entmuthiget, ſich nun nicht mehr an das Luſtſpiel wagte, iſt ſehr begreiflich.