Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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XI

Dagegen fanden ſich plötzlich in Wien noch einmal Gönner und Gönnerinnen dafür, und durch dieſe erregt griff Laube zum Zleiſtift und fing an, hineinzuarbeiten. Er ſchrieb mir, daß er nun ein zmöglicherweiſe darſtellbares Stück⸗ darausgemacht habe; fragte mich auch wohlwollend, ob ich ſeine Umarbeitung ſehen wolle? wofür ich beſtens dankte und ihm in jeder Beziehung freie Hand ließ.

Mir war, aufrichtig geſtanden, nicht gut dabei zu Muthe. Was konnte ich gewinnen? Ward ihm Beiſall, ſo gebührte dieſer von Rechtswegen dem Bearbeiter, nicht mir. Ward ihm keiner, ſo zählte ich einen Fiasko mehr.

Aber mich lockte, o Schmach, daß man es ſagen muß! Doch wofür wäre man ſonſt ein deut⸗ ſcher Schriftſteller? mich lockte die Ausſicht auf ein Honorar und ich ließ die Dinge gehen, wie ſie gehen wollten.

Da hat, wie ich vernommen, ein von höherer

Inſtanz ausgeſprochenes Bedenken Laube's freund⸗

ſchaftliche Abſichten gekreuzt,Jung oder Alt⸗ wurde nicht aufgeführt.... und ich athmete freier.

Bald nach dieſer Entſcheidung ging ich an die Ausführung vorliegenden Buches, deſſen dritter und letzter Band die Hauptvorgänge jenes Luſtſpiels,