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freiung Caſimir's verrieth, die Herzlichkeit mit der ſie den begruͤßte, welcher zu ſeiner Erret⸗
tung ausgezogen war, zeigten freilich wie ſehr die⸗
ſe Neigung noch in ihrem Innern Wurzel gefaßt
hatte; doch Dankbarkeit von der einen, und das
Gefuͤhl einen Dienſt geleiſtet zu haben, von der andern Seite, knuͤpften bald ein maͤchtiges Band unter Beiden. Sie ſuchten ſich gegenſeitig, bis ſte einander unentbehrlich wurden, und Freund⸗ ſchaft ſich in Liebe verwandelte. Auguſte geſtand Lindau offen, welch ein Verhaͤltniß fruͤher zwi⸗ ſchen ihr und dem Grafen Statt gehabt hatte,
indem ſie ihm zugleich das kleine Andenken uͤber⸗ reichte, welches dieſer ihr bei ſeiner ſchleunigen Ab⸗
reiſe von Wien, hinterlaſſen hatte.„Es war das
Pfand reiner Freundſchaft,“ ſetzte ſie hinzu, „empfangt es von mir, lieber Friedrich, als
Opfer eines zaͤrtlicheren Gefuͤhls.“
Der Markgraf hatte freilich dies Geſtaͤndniß mit keinem aͤhnlichen zu erwiedern; ſeine Leiden⸗ ſchaft fuͤr die Freiherrin war eigentlich nicht viel mehr als Spiel der Eitelkeit geweſen, und mit dem Hofleben erloſchen.
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