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fertigen Lieder mit eurer Stimme zu begleiten, duͤrft es jetzt um ſo weniger abſchlagen, meine erſten Buß⸗Uebungen zu beguͤnſtigen. Gewiß Fuͤrſtin, ihr werdet ſingen!“ So ſchwierig die Aufgabe auch war, ſchien ſie dennoch unvermeidlich. Sie erhielt es uͤber ſich nachzugeben, obgleich man den Unwillen auf ihrem Geſichte nicht verkennen konnte. Schnell riß ſie das Buch aus ſeiner Hand, las die No⸗ ten uͤber, ſtimmte ihre Laute, und nach einigen Accorden, denen die innere Bewegung ihrer Seele, wunderbaren Ausdruck lieh, begann ſie mit einer Kraft zu ſingen, die Alle in Erſtaunen ſetzte. Aber die Anſtrengung war zu maͤchtig geweſen; einen Augenblick darauf ſtockte die Stimme, das Herz ſchlug hoͤrbar in ihrer Bruſt, die Wangen gluͤheten, und Thraͤnen entſtuͤrzten dem Auge. „Euch iſt nicht wohl, Fuͤrſtin,“ ſagte die Kaiſerin theilnehmend.„Ihr duͤrft nicht weiter ſingen; die Hitze des Zimmers wirkt nachtheilig auf euch. Geht einen Augenblick an die friſche Luft.“ Ihr Quaͤlgeiſt nahete ſich, ergriff her Hand, die ſie nicht wegzuziehen wagte, und fuͤhrte ſie


