Teil eines Werkes 
3. Th. (1822)
Entstehung
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23 hatte jetzt dies fonſt ſo ſtolz daſtehende Weſen, in aller Schwaͤche der Weiblichkeit belauſcht, und nun war die Reihe an ihn, die Geiſſel ſeiner Bosheit gegen ſie zu ſchwingen, ohne jedoch aus der neuerdings angenommenen Rolle zu fallen.

Eines Morgens trat er zur Cour bey der Kaiſerin ein, und mit jenem froͤmmelnden Aus⸗ druck, welchen er ſich ſeit einiger Zeit zu eigen gemacht hatte, legte er ihr em zierlich geſchriebe⸗ nes Manuſcript zu Fuͤßen..

Endlich iſt es mir gelungen, ſagte er ehr⸗ furchtsvoll, meiner Feder den Schwung zu ge⸗ ben, der Gnade vor Ew. Majeſtaͤt Augen finden wird.

Der neben der Kaiſerin ſtehende kleine Page, nahm das Papier auf ihren Wink von der Erde auf, und uͤbergab es ihren Haͤnden. Mit Ent⸗ zuͤcken gewahrte ſie daß es die ſchoͤnſten Stellen 3 der heiligen Schrift, in zweckmaͤßiges Versmaß gebracht, nebſt einer, von einem beruͤhmten Ton⸗ kuͤnſtler dazu verfertigten Compoſition, waren. Gerührt druͤckte die Monarchin ihren Dank fur dieſe vielverſprechende Gabe aus.