Teil eines Werkes 
3. Th. (1822)
Entstehung
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Andenken Caſimir's eine Thraͤne. Die Kaiſe⸗ rin weilte lange bei dem Abſchieds⸗Briefe an Auguſte, und immer klarer ward es ihr, daß in einer ſo reinen Bruſt, ein finſtrer, unverſoͤhn⸗

licher Geiſt des Zorns gegen einen Vater, nicht

Raum haben koͤnne. Das Ganze blieb ihnen dennoch ein Raͤthſel. Nichts war der Fuͤrſtin peinlicher, als der Umgang mit Wolfſtein, zu dem ſie taͤglich ge⸗ zwungen war. Bei ſeinem erſten Auftreten am Hofe hatte die Neuheir ſeines Witzes ſie geblen⸗ der, er hatte ſie ausgezeichnet, und durch dieſe Auszeichnung fuͤhlte ſie ſich damals gewiſſermaßen geſchmeichelt. Spaͤter waren ihr die Augen ge⸗ oͤffnet, ſie durchſchauete ihn, waͤhrend die Menge ihn noch ſtaunend angaffte, und es fuͤr Beweis des Geſchmacks und guten Tons hielt, ihm nach⸗ zuaͤffen. Dies machte der Fuͤrſtin Galle rege; vielleicht kam auch Wallenſteins entſchiedener Abſcheu gegen ihn dazu, und beſtimmte ſie, in ſeiner Abweſenheit, wie wir gehoͤrt haben, den Sta⸗ chel ihres Witzes gegen alle diejenigen zu richten, welche ihn noch als ein Idol verehrten. Dies wurde ihm treulich hinterbracht; nochmehr, er