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Ritter ſtieg, vermehrte ſich auch der Glaube an ſeine Bekehrung.
Nur die Fuͤrſtin Stollberg ahnete Liſt und Heuchelei, doch durfte ſie es nicht wagen ihre Zweifel zu aͤußern. Gegen ſie beobachtete er ſtets ein freundliches, ungezwungenes Betragen, welches
die gegenwaͤrtige Lage der Dinge ihr unausſprechlich peinlich machte. Er hatte ihre Unterredung mit Wallen ſtein behorcht, war Zeuge ihrer Bewegung geweſen; es lag ſchon etwas ſchmerzlich Erniedri⸗ gendes fuͤr ſie darin, ihn anzuſehen, unertraͤglich aber war es ihr, wenn ſie in ſeinem, oft auf ihr ruhenden Auge, den unverſchaͤmten Ausdruck eines gewiſſen Mitleids zu leſen glaubte, und doch war ſie gezwungen auch dies zu ertragen. Es blieb immer Schwaͤche von ihrer Seite, einem Manne ihre Neigung geſtanden zu haben, der ſie nicht zu erwiedern im Stande war; wie entſtellt aber konnte dieſe Sache aus Wolfſteins boshaftem Munde erſcheinen!— Sie beſchloß daher ſich der Kaiſerin zu vertrauen, um wenigſtens von dieſer Seite geſchuͤtzt zu ſeyn.
Ihr Vertrauen ward mit fuͤhlendem, zartem
Herzen aufgenommen; beide Frauen weinten dem


