gehe nicht zu meinem Vater, ich kann nicht zu ihm gehen.— Wohin ich aber gehe, kann Jedem, ſo wie mir ſelbſt, hoͤchſt gleichguͤltig ſeyn, da gewiß kein Elenderer auf der ganzen, weiten Erdf einher⸗ irrt.“
Durch ſeinen Anblick erweicht, fragte die Kai⸗ ſerin im gewohnten, guͤtigen Tone:„Ohne Zwei⸗ fel habt ihr das Ungluͤck gehabt euern erhabenen Vater zu beleidigen? Doch, wenn ihr in einem Grade gefehlt haben koͤnntet, der keine Verzeihung verdient, wuͤrde ich nie dem aͤußern Scheine wieder trauen.“
„Vertraut euch mir an,“ ſagte Ferdinand, ſeine Hand theilnehmend ergreifend;„ich will der Vermittler zwiſchen euch und eurem Vater ſeyn, und ihr ſollt in Wien bleiben, bis euch die vaͤter⸗ lichen Arme aufs Neue geoͤffnet ſind.“
„Ach, es kann leider nicht ſeyn! Eure guͤ⸗ tige Vermittelung iſt fruchtlos. Der Herzog von Friedland hat keinen Sohn mehr,— ich be⸗ ſitze nicht laͤnger einen Vater!“—


