ihm ein Eingriff in die Rechte eines Andern zu ſeyn, und obgleich er viel darum gegeben haͤtte, ſich mit dem Gegenſtande aller ſeiner Wuͤnſche un⸗ ter dem naͤmlichen Dache zu befinden, unterdruͤckte er doch dies Verlangen, ſo ſchwer es ihm auch wurde..
Als er von Luiſens Geneſung Hutnai üͤberzeugt war, mahnte ihn kindliche Liebe und Pflicht zur Ruͤckkehr nach Prag; nur einmal wuͤnſchte er ſie, wenn auch nur verſtohlner Weiſe zu ſehen, und dann beſchloß er ſich durch nichts mehr zuruͤckhalten zu laſſen, da ſein Zoͤgern im gegenwaͤrtigen Augenblicke hier doch nichts fruch⸗ ten, und er ſeine Hoffnung nur auf die Zeit ſetzen konnte. Bald ſollte ihm dieſer Wunſch gewaͤhrt werden, wiewohl er im Weſentlichen wenig dabei gewann, denn Luiſe wurde auf Anrathen ihres geiſtigen und leiblichen Arztes auf den Schloßwall gefuͤhrt, um dort zuerſt die freie Luft einzuathmen, doch war ſie, weil die Jahrszeit rauh war, in
einen großen polniſchen Pelz eingewickelt, der ihre
ganze Geſtalt verhuͤllte. * Sobald die Erſcheinung, welche er ſo ſehn, lich herbeigewuͤnſcht hatte, wieder vom Walle ver⸗


