19 ſchwoͤre ich euch, Fremder, verliert keine Zeit euer ſtrafbares Gewiſſen zu entladen. Eilet eure Suͤn⸗ den in der Beichte zu bekennen, und wenn es noch moͤglich iſt etwas wieder gut zu machen, ſo zoͤgert nicht damit.“ 4.
Mitten in dieſer pathetiſchen Rede, ſiog die Thuͤr auf, und Conrad ſtuͤrzte herein.
„Lieber, theurer Herr, Freund meines Herrn,“ rief er faſt auſſer ſich,„ſehe ich euch wirklich wieder?“—
Die Art wie Wallenſtein den treuen Diener willkommen hieß, war nicht weniger herz⸗
lich.—„Ach Herr,“ fuhr jener fort, indem die hellen Thraͤnen ihm uͤber den Bart rannen, „als man mir ſagte meine junge Herrſchaft ſtehe auf dem Punkt den Grafen Wallenſtein zu heirathen, ahnete ich nicht welche Schreckensſtunde uns allen nahe ſey! Aber wer weiß was wir doch noch erleben koͤnnen!“—
„Ja wohl,“ fiel Alice ein, die bei der Vertraulichkeit welche zwiſchen Conrad nud dem verdaͤchtigen Fremden herrſchte, aufs Neue in ih⸗
ren Meinungen zu ſchwanken begann,„ja wohl, werr kann das wiſſen! Nun waͤre mein unmaß⸗ 2*¾


