Teil eines Werkes 
2. Th. (1822)
Entstehung
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Zu beneiden bin ich wahrlich nicht, ehrli⸗ cher Steffen! Ich theile die Sorgen auf dem Schloſſe; aber der Himmel iſt mein denn daß

ich nicht ihr Urheber bin.

Steffens Ahnungen genzichtigten ſich nun gleichfalls des leichtglaͤubigen Gemuͤths der Frau; ſie hielt ſich uͤberzeugt daß ſie die Flamme ange⸗ ſchuͤrt, und daß ihre Mittheilungen alles Ungluͤck uͤber das Schloß gebracht, den Braͤutigam in die weite Welt gejagt, und die Braut getoͤdtet haͤtten. Jetzt kam das Reden an ſie; ſie zog den Vorhang zuruͤck, heftete ihre von Thraͤnen geſchwollenen Augen auf den Fremden, und ſagte mit feierlichem Tone:Ja, Fremder, Unheil bringend war die Stunde, in welcher ihr De den Fuß uͤber unſere Schwelle ſetztet! Nie, i meinem Leben, bin ich noch ſo getaͤuſcht wardenn Aber ſchien es mir doch als blicke Unſchuld aus eurem Auge, und ſchloſſen die Kleinen ſich doch gleich an euch an!

Unſinn! rief Steffen. Nein, nein, lieber Mann; aber ich will

rein Wort weiter daruͤber verlieren; doch eins muß

ich noch ſagen: Bei eurer Seelen Seligkeit be⸗