Teil eines Werkes 
2. Th. (1822)
Entstehung
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heit ein, daß gar leichtlich von ihr heraus zu krie⸗ gen war, was ſie wußte und nicht wußte, uͤber

den gnaͤdigen Herrn der unſer Fraͤulein heirathen ſollte. Ja, wenn der boͤſe Feind nicht Unkraut

zwiſchen ſie geſtreut haͤtte, ſo wuͤrde der Caplan

dieſen Morgen ihre Haͤnde in einander gelegt ha⸗

ben; ſtatt deſſen aber entflieht der junge Herr aus

dem Schloſſe, Niemand weiß wohin, noch wa⸗ rum, und die liebe gnaͤdige Herrſchaft, der Stolz

der ganzen Welt, iſt dem Tode nahe. Ich will

keinen Menſchen beſchuldigen; aber was ich ſagte

iſt wahr, und es iſt gleichfalls wahr, daß ihr

manche Frage an meine Frau gerichtet, die einen

Fremden nichts angehen konnte, und daß ihr ihr

zwanzig Thaler fuͤr ihre Antworten bezahlt habt.

Dies Geld ſcheint mir Suͤnden⸗Geld, und ich

moͤchte es um keinen Preis unter meinem Dache

behalten. So wie ihr nur hereintratet, fiel es

mir wie ein Stein aufs Herz, eure Blicke ver⸗

riethen euch; ihr habt nichts Gutes im Sinne,

und wenn man nach aͤußern Zeichen ſchließen

darf, ſo ſeyd ihr wahrhaftig nicht mehr zu be⸗ neiden, als alle die, welche Boͤſes in der Welt anſtiften, es gewoͤhnlich ſind.

1 W. v. W. II. 2