Teil eines Werkes 
2. Th. (1822)
Entstehung
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13 aber dennoch zitterte er, und gehorchte. Ach, auch

ich wurde durch ihr Benehmen getaͤuſcht! Ich ſah nur die anſcheinende Ruhe, und nicht den heftigen

Kampf, der ihr Innres verzehrte!

Und dieſes Weib haͤtte mein ſeyn koͤnnen!

Vater, ſagt mir, ſpricht ſie jetzt noch von Wolf⸗

ſtein, nennt ſie ſeinen Namen? Sagt mir

alles, Vater, verſchweigt mir nichts!

Kein Wort, kein Laut, kommt uͤber ihre Lippen; ſieh dies bleiche, bewegungsloſe Marmor⸗

bild an, es iſt ein treues Abbild von ihr.

In dieſem Augenblicke oͤffnete ſich eine Ne⸗ benthuͤr, die zur Capelle fuͤhrte; Barbara trat

herein.Ach, rief Wallenſtein, ihr haſtig

entgegen eilend,was bringt ihr uns? Iſt alles voruͤber, oder darf man noch hoffen?

Barbara, ſelbſt zu ſehr in ihrem Schmerze vertieft, um mehr als voruͤbergehendes Erſtaunen bei der Anweſenheit eines Fremden zu empfinden, war uͤberdies aͤhnlicher Fragen gewohnt, da jeder im Schloſſe ſie faſt mit den naͤmlichen Worten an⸗ redete.

Heiliger Vater, antwortete ſie alſo, ſich zum Moͤnch wendend, ohne weiter auf den Ftem⸗