Teil eines Werkes 
2. Th. (1822)
Entstehung
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lange nicht antworten konnte. Endlich ſagte er mit nur muͤhſam verhaltenem Grimm:

Die Freiherrin v. Marchfeldt ſtand hoͤ⸗ her in meiner Meinung; nie haͤtte ich geglaubt daß ſie die Beute eines ſolchen Menſchen werden koͤnnte. Auf dieſe Weiſe, Vater, befinden wir uns beide im Wahne. Stirbt das Fraͤulein, ſo iſt Wolfſtein daran nicht ſchuld, ſondern die ſind es, welche dieſen Abgott von ihrem Her⸗ zen geriſſen haben. Conrad iſt ihr Möoͤrder, und hat mich vor dem Verbrechen bewahrt, da auch ich im Begriff ſtand den Boͤſewicht zu ent⸗ huͤllen. Sey gerecht, mein Sohn, erwiederte der

Moͤnch.Als Luiſe dieſen Mann tugendhaft 3

hielt, und den Grafen Wallenſtein in ihm zu erblicken glaubte, ſchenkte ſie ihm ihre ungetheilte Liebe; aber von dem Augenblicke an, da er in ſeiner ganzen Bloͤße, als niedriger, entlarvter Be⸗ truͤger vor ihr ſtand, verabſcheuete ſie ihn. Ich wollte du haͤtteſt den Blick geſehen, welchen ſie auf ihn warf, waͤreſt Zeuge der kalten, entſchloſſenen

Waͤrde geweſen, mit welcher ſie ihn aus ihrer Ge⸗

genwart gehen hieß. Er ſchaͤumte vor Wuth;