Teil eines Werkes 
2. Th. (1822)
Entstehung
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fruͤher! Die ungluͤckſeligſte Stunde unſeres Le⸗ bens waͤre dadurch von uns abgewendet worden!

Iſt denn alles verloren, mein Vater, iſt keine Hoffnung mehr?

Gott allein weiß es! Wilhelm ſtarb, und ich fuͤrchte auch ſie wird ſterben! Ich ſah ihn un⸗ ter dieſen kalten Marmorſtein, an die Seite ſeiner fruͤh erbleichten Braut, legen, und ſang die Tod⸗ ten⸗Meſſe uͤber ihn; aber Luiſe! Ach, ſie iſt die Letzte!

Ein tiefer Seußzer erſtickte hier die Stimme des Alten; heiße Thraͤnen rollten uͤber ſeine Wan⸗ gen. Caſimirs Gefuͤhle waren peinlich auf ei⸗ nen Punkt geheftet; er nahete ſich und legte die Hand auf Felix Arm, indem er mit kaum ver⸗ haltener Wuth die Worte hervorbrachte:

Hat er ſie gemordet? Hat er die Schwe⸗ ſter meines Freundes, der dort unten ſchlaͤft, ge⸗ mordet? Ha, bei Gott! dann ſoll ſein ſchwar⸗ zes Herzblut dafuͤr fließen! Ich veſag⸗ ihn bis ans Ende der Welt!

Das ſey ferne von dir, mein Sußn Das Blut welches du aus Rache vergſeſ, wuͤrde an beiner eigenen Hand kleben! Bedenke wo du