Teil eines Werkes 
2. Th. (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

9

Was ſoll ich hoͤren, welche Hoͤllenthat willſt du nun noch vollfuͤhren? Du haſt die ſchoͤnſte der

Noſen geknickt, die je den Garten des Schoͤpfers

hienieden zierten. Iſt dir das noch nicht genug?

Begieb dich fort, Teufel! Noch nie habe ich mein

Ohr den Bitten eines Menſchen verſchloſſen; aber du biſt ein Ungeheuer!

Ach, Vater, heiliger Felix, ſeht mich nur an! Ich bin nicht Wolfſtein; ich verabſcheue dieſen Menſchen eben ſo ſehr wie ihr.

Wer biſt du denn? fragte der Moͤnch mit

verſtoͤrtem Blick,und was willſt du hier?

Ehrwuͤrdiger Vater, wenn ich nur bedaͤchte wer ich ſey, und was mich hieher fuͤhrt, wuͤrde mein Herz ſich in Verwuͤnſchungen uͤber den er⸗

leichtern, fuͤr den du mich haͤltſt, und der meinen

Namen mißbrauchte, meine ſchoͤnſten Hoffnungen zerſtoͤrte; doch ſcheue ich die Heiligkeit des Orts durch ſolche Ausbruͤche des Zorns zu entweihen. Ich bin wirklich Wallenſtein, Wilhelms Freund. 1 und du waͤreſt alſo kein Trugbild, du waͤ⸗

reſt in der That Graf Caſimir v. Wallen⸗

ſtein? Armer Juͤngling, warum kamſt du nicht