XVI.
Sein Zorn war nun anfangs einzig auf den feilen Boͤſewicht gerichtet, der die arme Luiſe durch ſo niedern Betrug getaͤuſcht hatte; rief er ſich aber den Blick, das Laͤcheln zuruͤck, mit wel⸗ chem ſie ihn in der Capelle angeſehen, ſo er aufs Neue der Argwohn in ſeinem Innern, daß ihr Herz doch nicht mehr frei ſeyn moͤge.
Den ganzen Tag und den darauf folgenden bewachte er ſorgfaͤltig alle Ausgaͤnge des Schloſſes, in der Hoffnung Wolfſtein und dem Fraͤulein zu begegnen; aber Niemand zeigte ſich. Ein paar Mal ſah er zwar den Pater Felix auf ſeinem Maulthiere ausreiten, doch war der alte Herr ſtets ſo vertieft im Gebet, oder im Leſen eines heili⸗ gen Buchs, daß Caſimir es nicht wagen mochte, ihm in den Weg zu treten, und ihm das ſchaͤndli⸗ che Complot aufzudecken, zumal da ſein Wunſch beſonders darauf gerichtet war, ſeinen Gegner an der Seite des Fraͤuleins zu treffen, um dann mit


