nen Durſt geloͤſcht hatte, ſagte er in mildem Tone:.
„Es ſcheint, gute Frau, als ob eure Thuͤr dem Wanderer bereitwillig geoͤffnet wuͤrde, und ihr nicht karg mit euren einfachen Gaben waͤret.“
„Wenn ich dies waͤre, lieber Herr, ſo ver⸗ diente ich wahrlich alles das Gute nicht, welches mir Gott. und meine gnaͤdige Herrſchaft beſcheert.“
„So iſt die Freiherrin v. Marchfeldt wohlthaͤnig?“ 52 9
„Sie iſt dem Sonnenſchein und Himmelsthau zu vergleichen; ihr Anblick allein iſt hinreichend Seegen zu bringen.“
„Ach!“ dachte Caſimir,„mir hat er Fluch gebracht!“—
„Ihr ſcheint hier fremd,“ fuhr die Frau fort,„doch vermuthe ich daß ihr aufs Schloß wollt. Vielleicht iſt es eure Abſicht der Hochzeit beizuwohnen, die, wie man ſagt, naͤchſtens voll⸗ zogen werden wird. Moͤgen alle heilige Engel uͤber das Fraͤulein wachen, und ihr einen Gemahl verleihen, der ihrer wuͤrdig iſt! Die Leute ſpre⸗ chen der Graf Caſimir bete ſie an, er verlöͤre ſie nie einen Augenblick aus dem Geſicht, und


