Teil eines Werkes 
1. Th. (1822)
Entstehung
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einmal zu ſprechen, um ſie wegen der Falſchheit zur

Rede zu ſtellen, mit der ſie Seelen⸗Metten fuͤr einen Bruder leſen laſſe, deſſen Andenken ſie auf eine ſo empoͤrende Art entehre.

Ja, ich will verſuchen ob ſie ein Herz hat;

ſie ſoll mich hoͤren, ich will ihr ihren Irrthum klar

vor die Seele ſtellen, und den Dolch der Rene in dies Herz bohren! Und wenn Wolſſtein das ertraͤgt, wenn ſeine kalte, eiſige Natur, nicht da⸗ durch aufgeregt wird, muß ſie ihn verachten! Er hat meinen Frieden gemordet; ich will ihn zwingen mein Blut zu fordern! Ich will dieſem Weibe Dinge ſagen, wovor ſelbſt die Mannheit zuruͤck⸗ ſchaudern ſoll! Er ſoll ſich mit mir ſchlagen!

Muͤde die engen Grenzen ſeines Zimmers mit ſeinen haſtigen Schritten auszumeſſen, begab er ſich in den Chorgang der Kirche, wo ſeinen hef⸗

tigen Bewegungen ein weiteres Feld geoͤffnet war,

und indem er uͤber Plaͤne der Rache nachſann, oder ſeine Drohungen laut ausſtieß, ſchien zu Zei⸗ ten eine leiſe Stimme ihm zuzurufen, daß dieſer Ort nicht paßlich fuͤr ſolche Stimmung ſey. Konnte ſie auch den Feind in ſeinem Innern nicht bezwin⸗ gen, ſo trieb ſie ihn doch hinaus aus den heiligen