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Kreis einzutreten, deſſen Schmuck und Zierde ſie ſeyn wird.“ 3
„Ja,“ erwiederte Wilhelm, als wolle er der Antwort ausweichen,„Luiſe iſt voͤllig ge⸗ ſchaffen die Perle des edelſten Kreiſes zu ſeyn.“— Bei dieſen Worten blickte der junge Mann mit Liebe und Stolz auf die ſo ſchoͤne Schweſter.
„Ihr, mein Sohn,“ fuhr Felix fort, „habet jetzt nur euer Auge auf die zufaͤlligen, ver⸗ gaͤnglichen, oberflaͤchlichen Reize dieſer Schweſter geheftet. Mein Blick dringt tiefer, er geht zur Seele, die dieſe ſchoͤnen Formen belebt, zu dem reinen, erhabenen Gemuͤth. Mit Zuverſicht und Vertrauen werde ich ſie ihren ferneren Pfad ver⸗ folgen ſehen, denn ich weiß, ſo weich und zart dieſe Seele auch iſt, ſo ſtark iſt ſie dennoch.“—
Selten oder nie war es des Schloß⸗Caplans Gewohnheit, ſich irgend einer Rede zu bedienen,
ddie doppelſinnig genommen werden konnte; er
ſprach gewoͤhnlich grade zu den Menſchen, nicht von ihnen. Jedoch beruͤhrte diesmal etwas, das am Schluſſe zu Luiſens Lobe geſagt war, das Herz des Freiherrn unſanft, und roͤthete augen⸗ blicklich die ſo bleiche Wange, als habe ihn ein


