Teil eines Werkes 
1. Th. (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

21

Vorfaͤllen bewußt war. Er zog den vor ihm knieenden Pflegeſohn zaͤrtlich an ſeine Bruſt, und ſagte in einem abgemeſſenen Tone, aus dem er ſich beſtrebte alle Ruͤhrung zu verbannen:Ich heiße euch willkommen in der Heimath, Wil⸗ helm, Freiherr von Marchfeldt, willkom⸗ men vom Felde der Ehre, wo ihr einem Namen, der laͤngſt durch ritterliche Thaten ausgezeichnet war, neuen Glanz erworben habt! Wir er⸗ freuen uns eurer errungenen Lorbeeren, ja, ſogar ich, ein Mann des Friedens, kann nicht umhin Theil am Ruhme eures Geſchlechts zu nehmen. Euer Feldzug iſt ehrenvoll geweſen, und eure Heimkehr erfolgt zur rechten Zeit, denn obgleich wir geſtrebt haben eure Angelegenheiten waͤhrend eurer Abweſenheit nicht zu vernachlaͤſſigen, wirkt dennoch des Herrn Auge gleich Sonnenſchein auf ſeine Beſitzungen, und nichts gewaͤhrt einen groͤ⸗ ßern Reiz als ſeine perſoͤnliche Gegenwart. Ueber⸗ dies iſt es jetzt Zeit daß die junge Freiherrinn mehr aus der Verborgenheit, in welcher es ihr bisher gefallen hat zu leben, herausgezogen werde, um unter der Obhut eines Bruders, der als ihr natuͤrlicher Beſchuͤtzer da ſteht, in den geſelligen