Teil eines Werkes 
1. Th. (1822)
Entstehung
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Mit merklichem Widerwillen wandte Wil⸗ helm ſich von dieſem Anblicke, und heftete nun das Auge feſt auf den Gegenſtand, der ihm un⸗ ter den Lebenden am naͤchſten und theuerſten war, den er aber bisher vermieden hatte, genau zu be⸗ trachten. 4

Luiſe, wie du gewachſen biſt! du biſt um vieles groͤßer, und in der That ein ſchoͤnes Maͤd⸗ chen geworden! Gott mache dich gluͤcklich!

Hier wurden ſie durch Barbara's An⸗ kunft unterbrochen, die einen Tiſch mit Erfri⸗ ſchungen beſetzte. Die junge Freiherrin gab ſich alle nur erſinnliche Muͤhe, den theuern, ſchwer⸗ muͤthigen Bruder zu erheitern, und ihn mit al⸗ lem zu bedienen.

Ich bin im Kriege geweſen, ſagte er end⸗ lich,und du fragſt nicht einmal nach meinen Abentheuern, Luiſe! Da, rief er, indem er

ſeinen Saͤbel abſchnallte, und ihn von ſich warf, deiner bedarf ich nicht mehr. Du brauchſt mich nicht ſo genau zu betrachten, Schweſter; Narben habe ich nicht heimgetragen; aber die Wunde welche ich mit in den Krieg nahm, iſt noch offen. Doch bald wird auch dieſe heilen.

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