leiſes Gebet aus ihrer fuͤr den Bruder zum Himmel empor. S te, daß auch ſein Herz im Einklange mit der unſchuldigen Freude dieſer heiteren Menge ſeyn moͤge, die ihr Blick hier uͤberſchauete, und ſehnlich wuͤnſchte ſie ihn bald wieder froh unter den Seinen zu ſehen.
„Doch,“ ſagte ſie leiſe zu ſich, indem dieſer Gedanke ſie bewegte,„warum bin ich denn ſo ungeduldig?— Pater Feligx verſichert es mir jeden Tag, und mein Herz ſtimmt in dieſe Ueber⸗ zeugung ein, daß je laͤnger Wilhelm abweſend iſt, um ſo mehr darf ich hoffen ihn geheilt zu mir zuruͤckkehren zu ſehen.— Aber, horch, Barbaral— Hoͤrſt du nicht ein Horn?— Ach, das ſind die Toͤne von Wilhelm's Horn! — Und doch kann er es nicht ſeyn; er wuͤrde einen Boten vorausgeſandt haben. Ein Horn aber hoͤre ich; komm, laß uns zu jenem Eck⸗ Thurme gehen!“
Von dieſem Thurme hernieder uͤberſah man die Ufer der Raab, die tief unter ihm, zwiſchen ſteilen Klippen dahinſloß, und von dieſer Seite war der Eingang zur Burg nur durch eine Zug⸗


