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mein Meſſer. ich ſtürzte auf Blanchette zu, um ihr den Todesſtreich zu geben!.. Aber ich vermochte es nicht. Es ſchien mir, als wolle ich einen Mord bege⸗ hen, das Meſſer entfiel meiner Hand, und, anſtatt ſie zu tödten, umarmte ich Blanchetten von Neuem.
Die Kälte war grimmig, ich mußte Feuer anmachen, und während ich mich daran wärmte, fragte ich mich ſelbſt:„Wenn die Wölfe über den Schnee laufen kön⸗ nen, warum ſollteſt du es nicht ebenfalls thun können?“
Dieſer Gedanke machte mich zittern vor Freude; aber bald darauf fing ich an, mich wieder zu fürchten. Um Blanchette nicht zu opfern, wollte ich mich alſo ſelbſt der Gefahr preisgeben, den Zähnen der Woͤlfe anheim zu fallen?
„Indeß“— ſo dachte ich weiter—»indeß, wenn ich auch Blanchette tödte, weiß ich denn mit Beſtimmt⸗ heit, daß ihr Fleiſch bis zu meiner Befreiung ausreichen wird? Zuweilen iſt der Jura bis in den Sommer hin⸗ ein mit Schnee bedeckt, und eine ſo gute Gelegenheit, wie jetzt, wo der Schnee gefroren iſt, bietet ſich viel⸗ leicht nicht wieder. Am Ende iſt ein Angriff der Wölfe immer noch zweifelhaft, und da wir in einem Schlitten den Berg hinunter fahren werden, ſo kommen wir raſch von der Stelle, und die Wölfe mögen ſehen, wie ſie uns einholen...“
Der Einfall, in einem Schlitten zu fahren, gab den Ausſchlag. Ich machte mich unverzüglich daran, dieſen Schlitten zu bauen, und benutzte das beſte Holz dazu, das ich auffinden konnte. Er iſt wohl gerathen, feſt genug und hinreichend groß und breit, um mich und Blanchette zu tragen. Im Uebrigen verſtehe ich mich auch darauf, einen Schlitten ſelbſt im ſchnellſten Laufe


