Druckschrift 
Im Schnee begraben! : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Januar, und am fünfundzwanzigſten konnte er nicht mehr daran zweifeln. Er erinnerte ſich der Worte ſei⸗ nes Großvaters, der eines Tages zu ihm geſagt hatte: Was werden wir thun, Jaques, wenn die Milch⸗ quelle der Ziege verſiegt? Ohne Zweifel müſſen wir Blanchette dann tödten, und uns von ihrem Fleiſche ernähren!

Aber Blanchette tödten, die treue Gefährtin ſeiner Leiden? Nein, das konnte Jaques nicht über's Herz bringen! Wenigſtens beſchloß er, dieſen Zeitpunkt ſo lange wie möglich hinauszuſchieben, und ſich einſtweilen an dem Allernothwendigſten genügen zu laſſen. Vor⸗ läufig gab ja auch Blanchette noch einige Milch. Käſe konnte Jaques freilich nicht mehr davon machen, aber er hatte ja auch noch einige im Vorrath, und vielleicht konnte ſich's mit Blanchette wieder beſſern. Dieß mußte allerdings bald geſchehen, wenn es helfen ſollte. Nach einer genauen Ueberſicht aller ſeiner Vorräthe berechnete Jaques, daß er höchſtens noch fünfzehn bis ſechszehn Tage davon leben konnte. Und noch befand er ſich im Januar, noch war nicht daran zu denken, daß er die Sennhütte verlaſſen könnte!

Bis zum 30. Januar nahm Blanchette's Milch täg⸗ lich ab, bis Jaques auf den Einfall kam, ihr doppelte Portionen Salz zu geben. Aber auch dieß half nur für einen Tag, und am vierten Februar erhielt er nur noch ein paar Tropfen Milch von ihr. Jaques mußte ſich dazu bequemen, irgend einen Beſchluß in Betracht Blanchette's zu faſſen, ſo ſchwer es ihm auch ankam. Am achten Februar fand Jaques die Milchquelle Blanchette's völlig vertrocknet. Nicht einen Tropfen mmehr gab ſie her. Er ſetzte ſich neben das arme Thier