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Im Schnee begraben! : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Nur zwei Ereigniſſe finden ſich in ſeinem Tagebuche verzeichnet, die ihn für einige Zeit der Verſunkenheit ſeines Schmerzes entriſſen und einen wohlthätigen Ein⸗ fluß auf ihn ausübten.

Das erſte trug ſich bald nach der Beerdigung ſei⸗ nes Großvaters zu. Ein leichtes Geräuſch im Kamen erregte ſeine Aufmerkſamkeit, als er eines Abends im Begriff war, das Feuer auf dem Herde und ſeine Lampe auszulöſchen. Herzu tretend, bemerkte er, daß ein Stück Kalk, ganz mit Ruß bedeckt, von oben aus dem Schornſteine herabgefallen war. Der Ruß glimmte, und Jaques, in Beſorgniß, daß wohl gar der ganze Schornſtein brennen möge, ſtellte ſich darunter, um die Sache zu unterſuchen und auf ſeine Sicherheit bedacht zu ſein. Ein Blick nach oben überzeugte ihn, daß ſeine Beſorgniß unbegründet ſei. Wie er aber ſo ſtand, den Kopf zurückgekehrt und die Augen nach oben gerichtet, bemerkte er etwas, was wie ein Strahl tröſtender Hoff⸗ nung in ſeine Seele fiel. Ein glänzender Stern näm⸗ lich zeigte ſich am Rande der eiſernen Schornſteinroͤhre, Jaques ſah ihn langſam vorübergleiten, und gleich dar⸗ auf am oberen Rande der Röhre verſchwinden. Die ganze Erſcheinung dauerte nur wenige Augenblicke, und doch genügte ſie, eine lebhafte Bewegung in ihm her⸗ vorzurufen. Der Stern, der ſeine Strahlen in ſein dunkles Grab ſandte und ihn in ſeiner Einſamkeit be⸗ ſuchte, ſchien ihm ein troſtreiches Zeichen, eine Ver⸗ heißung des Herrn, daß er nicht ganz und gar ver⸗ geſſen und verlaſſen ſei, und er ſank auf ſeine Knie nieder, um Gott für dieſen Strahl ſeiner ewigen Liebe zu danken. Freudig erregt ging er zur Ruhe, und hoffte am nächſten Abende noch einmal den Stern zu Im Schnee begraben: 8