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Im Schnee begraben! : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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keine Antwort! Auf ewig, ach, auf ewig ſind deine bleichen Lippen geſchloſſen!«

Ich bedurfte einiger Zeit, um mich von dieſem Ausbruch des Schmerzes zu erholen. Aber es mußte ja geſchehen! Was konnte das Zögern helfen?

Mit Mühe brachte ich den Leichnam in die Kam⸗ mer und an das Grab. Sanft ließ ich ihn hinunter⸗ gleiten, und als er nun auf dem Grunde ruhete, ſetzte ich mich neben das Grab auf die Erde und überließ mich meinem Schmerze. Lange konnte ich mich nicht entſchließen, die erſten Schaufeln voll Erde in die Grube zu werfen. Endlich ſuchte ich Kraft im Gebete. Ich kniete nieder, und wendete meine Gedanken zu Gott. Ich betete um Stärkung, Troſt und Ergebung für mich,

ich betete für die ewige Ruhe und Seligkeit meines gu⸗ ten Großvaters. Dann erhob ich mich, deckte ein gro⸗ bes Leintuch über das Geſicht und die Bruſt des Ent⸗ ſchlafenen, und dann ging ich an's Werk. Meine Hände zitterten, und meine Augen floſſen über von Thränen, als ich die Erde in die Grube hinunter ſchaufelte, aber einmal angefangen, war das ſchwere und traurige Werk auch bald beendigt. Den Reſt des Tages ver⸗ wendete ich dazu, mit meinem Meſſer eine kurze Grab⸗ ſchrift auf ein Brettchen zu ſchneiden, welches ich zu Häupten des Grabes befeſtigen wollte.

Hier ruhen die ſterblichen Ueberreſte von Pierre Louis Lopraz, ſchrieb ich;geſtorben in der Nacht vom 8. zum 9. Januar 18.. in den Armen ſeines Enkels Jaques Lopraz, und von demſelben zur ewigen Ruhe gebracht. 1

Ich nagelte das Brettchen auf einen Pfahl, pflanzte ihn auf den Grabhügel, und, nachdem ich die Thüre