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ohne dabei den Spaten zu gebrauchen, und ich machte darum das Grab ſo tief als möglich.„Denn,“ ſagte
ich zu mir ſelbſt,„wenn die Hütte eines Tages verein⸗ ſamt ſtehen ſollte, ſei es, daß ich ſie verlaſſe oder daß
auch ich ſterbe, ſo will ich wenigſtens alles Möoͤgliche thun, um die Ueberreſte meines guten Großvaters vor den wilden Thieren zu ſichern.“« Ich ſetzte alſo lang⸗ ſam meine Arbeit fort, bis die Grube ſo tief war, daß ihre Rände bis über meinen Kopf hinweg reichten.
Die Uhr ſchlug die zehnte Stunde. Die Nacht war alſo gekommen, und mit ihr kamen auch wieder düſtere Gedanken. Ich hatte nicht den Muth, zur Beerdigung zu ſchreiten, obgleich ich mir ſagen mußte, daß jede längere Verzögerung unſtatthaft ſei. Aber ich konnte es nicht über mich gewinnen, und anſtatt muthig zum Werke zu ſchreiten, kauerte ich mich neben Blanchette nieder, und ſchob das traurige Geſchäft noch einmal
bis zum folgenden Morgen auf. Dieſer Morgen kam, und nun durfte ich nicht län⸗
ger ſäumen. Ich ſtärkte mich durch ein wenig Brod,
und einen Schluck Wein, und dann ſchritt ich mit ſchwerem Herzen zum Werke. Im voraus ſchon hatte
ich Alles dazu hergerichtet. Ich legte den Körper mei⸗
nes armen guten Großvaters auf eine Planke, band ihn mit Sorgfalt darauf feſt, und warf einen letzten zartlichen und traurigen Blick auf ihn. Als ich ihn ſo liegen ſah, das Haupt zur Seite geneigt, die Hände über der Bruſt gefaltet, brach mir beinahe das Herz,
und ich weinte die bitterſten Thränen.
„‚Mein Großvater!“ rief ich klagend aus—„du verläßt mich! Du hörſt mich nicht mehr! Du gibſt mir


