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Im Schnee begraben! : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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dem armen Thiere fand, und ihr regelmäßiges Athmen gaben mir einige Haltung wieder.

Aber warum zitterte ich von Neuem in allen Glie⸗ dern vor Angſt, als zufällig das kleine Nachtlicht ver⸗ loſch? Thoͤrichtes Kind, das ich bin! Welche Sicher⸗ heit gewährt mir denn dieſe ſchwache Flamme? Kann ſie mich ſchützen, vor Boͤſem behüten? Mein Athem löſcht ſie aus, ein einziger Hauch läßt ſie verſchwinden, und dennoch laſſe ich meine Ruhe und Faſſung von ihr abhängen!

Endlich hatte der Allmächtige, zu dem ich betete in meiner Angſt, Mitleiden mit mir; er beſänftigte meine aufgeregten Nerven, und ich ſchlief ein, und ſchlief ruhig und feſt.

Am folgenden Morgen ſetzte ich die Uebungen mei⸗ ner Standhaftigkeit fort. Nachdem ich für die Ziege geſorgt und die nothwendigſten Geſchäfte verrichtet hatte, näherte ich mich entſchloſſen dem Leichname und berührte ihn nicht nur, ſondern hielt ſogar mehrere Minuten hindurch das theure, ehrwürdige Haupt des Großvaters zwiſchen meinen Händen. Mein Schrecken ſchwand da⸗ hin, aber meine Betrübniß ſteigerte ſich. Doch war dieß ein Wechſel, der mir nur natürlich und vernünftig erſchien.

Meine Gedanken wendeten ſich nun den Sorgen des Begräbniſſes zu, und ich rief mir in's Gedächtniß zurück, was mein guter Großvater über dieſen Punkt geſagt hatte. Aber noch war es mir zu früh, um zu dieſem nothwendigen Werke zu ſchreiten. Ich wies den Gedanken daran zurück, und verbrachte den Tag in trau⸗ rigem Nachſinnen. Endlich legte ich mich zur Ruhe