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„Reibe mir nur die Hände und die Schläfe ein wenig mit Weineſſig.. und dann. hole die Nachfolge Chriſti, und ſuche die Stelle, die ich aus Vorſorge für dieſe Stunde bezeichnet habe.«
Ich gehorchte, und als ich ihm Hände und Schläfe mit Weineſſig benetzt hatte, zündete ich die Lampe an, um beſſer ſehen zu können. Dann warf ich mich auf die Kniee nieder, und las mit zitternder Stimme die folgende Stelle aus dem vierten Buche des neunten Kapitels: Herr, mein Gott, Alles auf Erden und im Himmel iſt dein! Ich bringe dir dar, Herr, Alles, was gut iſt in mir und an mir, ſo ſchwach und un⸗ vollkommen es ſein mag, damit du es reinigen und heiligen und mich zu einem guten und glücklichen Ende führen wolleſt, obgleich ich unwürdig und der geringſte der Menſchen bin.... 1
Bei dieſen Worten unterbrach mich der Großvater, nahm meine Hände in die ſeinigen und betete.
„Herr, mein Gott,« ſprach er,„im Augenblicke, wo ich vor dir erſcheinen ſoll, verzeihe mir, daß ich nicht allein an das Heil meiner Seele, ſondern auch an die⸗ ſen armen Knaben denke! Du rufſt mich zu dir, und in Einſamkeit muß ich dieß Kind zurücklaſſen! Ich zit⸗ tere bei dem Gedanken an ſeine bevorſtehenden Leiden und Prüfungen! Ich zittere, daß ſein Vertrauen auf dich wanken könne! Oh, Herr, gib du ihm Kraft, lehre du ihn, daß er in Frieden leben möge, wie ich bereit bin, in Frieden zu ſterben!
„Ach, mein Gott, ich habe gewünſcht, mit ihm von dieſen Bergen herabſteigen und noch einmal den Früh⸗ ling ſehen zu können! Dein Wille war nicht mein Wille, Herr; aber du wirſt geben, daß er ſeine Hei⸗
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