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Im Schnee begraben! : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Leben ſehen wirſt, ſo ergreift dich vielleicht Grauen und Furcht, wohl gar Angſt und Schrecken, und du wirſt Mühe haben, dieſe Eindrücke zu überwinden.

„Aber warum ſollteſt du eigentlich die Ueberreſte deines alten Freundes fürchten? Laß uns näher darauf eingehen, Jaques! Fürchteſt du mich, wenn ich ſchlafe? Hatteſt du Furcht, als ich neulich ohnmächtig wurde? Nein! Warum alſo fürchten, wenn der Tod kommt? Du weißt wohl, ich, dein alter Freund, wird dir nie etwas zu Leide thun!

„Wenn ich geſtorben bin, Jaques, ſo übergib meine Ueberreſte der Erde. Dort in der Milchkammer, die wir nie, oder nur ſelten betreten haben, weil ſie uns überflüſſig iſt, grabe ein Loch in den Boden. Du mußt es ſo tief machen, daß es meinen Körper aufnehmen kann, und dort lege ihn nieder und laß ihn ruhen, bis der Frühling kommt und dich aus der Gefangenſchaft befreit. Dein Vater wird dann ſchon Sorge tragen, daß man mich in einen Sarg bettet und mich auf dem Kirchhofe unſeres Dörfchens begräbt, wo auch meine Aeltern und Großältern im ſanften Schlummer des Todes ruhen.

„Nach Erfüllung aller dieſer traurigen Pflichten wirſt du dich ohne Zweifel ſehr einſam in unſerer en⸗ gen Wohnung fhlen, du wirſt viele Thränen ver⸗ gießen, du wirſt nach mir rufen, und ich werde deine Stimme nicht hoͤren! Aber dann, Jaques, mein Kind, hüte dich, vom Kummer überwältigt zu werden. Wende dich dann zu dem, der uns allezeit hört, wenn wir ihn vertrauensvoll anrufen. Gott der Allgegenwärtige wird dein Troſt, Gott wird dein Schirm, Gott wird dein