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Im Schnee begraben! : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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zu erneuern. Wenn nur der Großvater leidlich geſund blieb, wenn die Lebensmittel ausreichten, wenn die Milchquelle der Ziege nicht verſiegte, wenn überhaupt kein neuer Unfall ſie unvermuthet überraſchte, ſo mochte mit Gottes Hülfe noch Alles ganz gut gehen!

Ja freilich, wenn! Aber Gott hatte es anders beſchloſſen in ſeiner unergründlichen Weisheit, und kum⸗ mervolle Leidenstage, Tage ſchwerer Prüfung harrten noch des armen Jaques in der Zukunft.

Es war am dritten Januar. Der ganze Tag war ziemlich ruhig vorübergegangen, und obgleich der Groß⸗ vater wenig Appetit gezeigt hatte, beklagte er ſich doch auch nicht über Schmerzen, ſondern blieb ziemlich heiter bis zum Abend. Nach dem ſchmalen, einfachen Nacht⸗ eſſen ſetzte ſich der Großvater in ſeine Kaminecke, um nach ſeiner Gewohnheit noch ein wenig mit Jaques zu plaudern. Plötzlich aber wurde er leichenblaß, neigte ſich zur Seite, und würde in das Feuer gefallen ſein, wenn Jaques nicht hurtig zugeſprungen wäre und ihm Beiſtand geleiſtet hätte.

Der arme Knabe ſtieß einen Schrei des Schreckens aus, umfaßte den Großvater, und ſchleppte ihn mit einer Anſtrengung, die faſt über ſeine Kräfte ging, nach ſeinem Bette, wo er ihn ſanft niederlegte. Seine Hände, ſeine Füße, ſein Kopf waren kalt wie Eis, ſein ganzes Blut ſchien nach dem Herzen zurückgeſtrömt zu ſein, und es dauerte einige Zeit, ehe es wieder flüſſig wurde und der Großvater zur Beſinnung zu⸗ ruͤckkehrte.

„Wo bin ich?« ſagte er, die Augen aufſchlagend, mit ſchwacher Stimme.„»Wie? Auf meinem Bette?«

„Ja, Großvater,« erwiederte Jaques, noch ganz

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