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Im Schnee begraben! : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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halb alſo zagen und fürchten und Kümmerniß hegen? Nein, nein! Gott ließ gewiß den Großvater noch einen Frühling erleben, noch einen wenigſtens, ließ ihn noch einmal das heimathliche Thal und die Seinen ſehen, und half ihm über alles Schmerzliche und Traurige ihres leidenreichen Winters hinweg.

Mit ſolchen Hoffnungen tröſtete ſich Jaques, rich⸗ tete ſeine gebeugte Seele auf, und betete zu Gott, daß er ſeine Hoffnung möge in Erfuͤllung gehen laſſen.

Mittlerweile änderte ſich nichts in der Lage unſerer armen Einſiedler, als daß die Tage langſam vorrückten. Seit lange ſchon war kein Geräuſch mehr von außen her zu ihnen eingedrungen, und ſie mußten alſo wohl ganz vollſtändig eingeſchneit ſein. Gleichwohl verſah die eiſerne Röhre, welche Jaques im Schornſtein an⸗ gebracht hatte, fortwährend ihren Dienſt, und bildete die einzige Verbindung mit der Außenwelt, indem ſie zuweilen ein paar Schneeflocken durch die Röhre in's Innere der Hütte fallen ließ. Dieſe weißen Boten des Winters waren das einzige Zeichen, daß draußen noch Alles den gewohnten Gang ging. Andere hatten die armen Eingeſchloſſenen nicht. Wenn ihre Uhr ſtehen geblieben wäre, würden ſie nicht einmal gewußt haben, ob es Morgen, Mittag oder⸗ Abend ſei. Kaum konn⸗ ten ſie vermittelſt des ſchwachen Lichtſchimmers, der durch die Röhre drang, unterſcheiden, ob es Nacht oder Tag ſei.

Dagegen, und das war wenigſtens Ein Vortheil, den ſie den hoch liegenden Schneemaſſen verdankten, litten ſie nur wenig mehr von der Kälte in ihrer ſtil⸗ len Klauſe, und auch an friſcher Luft fehlte es ihnen nicht, indem die Röhre im Kamine ausreichte, ſie täglich