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„Meine Bibel, die ſchon meinem ſeligen Vater gehörte.
„Endlich mein ſtählernes Petſchaft, auf welches die Anfangsbuchſtaben meines Namens gravirt ſind.
„Dieſe ſchwachen Zeichen meiner Liebe werden ihm, ie ich hoffe, koſtbar ſein, wegen der herzlichen und treuen Liebe, die wir für einander hegen und die ſelbſt der Tod nicht ſchwächen wird.
„Solches iſt mein Wille.
„Sennhütte von Azindes, am 2. Januar 18..
„Louis Lopraz.“
Jaques weinte, als der Großvater ihm dieſe Worte in die Feder diktirte, und fiel ihm ſchluchzend um den Hals, als er die Feder weglegte. Selbſt tief ergriffen und bewegt drückte der Großvater den Knaben an die Bruſt.
„Ruhig, mein Kind, ruhig!“ ſagte er in ſanftem Flüſtertone zu ihm.„Was Gott ſchickt, muß getragen werden, getragen ohne Murren, ohne Widerſtand, in ſtiller Ergebung! Stähle dein Herz, Knabe, und ſei auf jedes Ereigniß gefaßt. Wenn ich auch von dir ſcheiden muß, ſei gewiß, daß meine Liebe bei dir zu⸗ rückbleibt!«..
Jaques ſuchte ſeine aufgeregten Gefühle zu be⸗ ſchwichtigen, und es gelang ihm. Noch lebte ja der Großvater, noch hatte er den Troſt und das Glück ſeiner Gegenwart, noch konnte er hoffen, daß ſich der Kranke wieder erholen und die verlorenen Kräfte wie⸗ dergewinnen werde. Mit aller Kraft der Jugend klam⸗ merte er ſich an dieſe Hoffnung an. Der gütige, barm⸗ herzige Gott konnte ihm ja nicht ſolchen, ſolchen Schmerz aufbuͤrden! Nein, nein doch, es war unmöglich! Weß⸗


