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Käſe ſah ſo lecker aus, daß ihm bei dem Anblicke deſ⸗ ſelben das Herz im Leibe lachte. Schade nur, daß der Großvater ſeine Freude nicht in dem Maße theilen konnte, wie es Jaques wünſchte. Der alte Mann fühlte ſich ſo ſchwach, daß er das Bett nicht verlaſſen konnte, und alle kaum verſcheuchten Sorgen niſteten ſich von Neuem in das Herz ſeines Enkels ein.
Der Großvater hatte Mühe, ihn zu beruhigen, und ſtellte ſich geſünder und kräftiger, als er ſich wirklich fühlte. Der alte, gute Mann litt große Schmerzen, und vielleicht fühlte er an jenem Tage ſchon, daß ſeine Kräfte zu ſchnell abnehmen, um noch bis zum nächſten Frühjahre auszureichen. Aber er verhehlte ſeine Sor⸗ gen, um Jaques nicht vor der Zeit die Bitterkeit ſei⸗ nes Verluſtes empfinden zu laſſen.
So kam der Neujahrstag heran, und wieder fühlte Jaques an dieſem Tage, wie am vergangenen heiligen Weihnachtsfeſte, ſchmerzlicher als gewöhnlich die trau⸗ rige Lage, in welcher er ſich mit dem Großvater be⸗ fand. Dennoch ging auch dieſer Tag endlich ruhig vorüber. Der Großvater gab ſich alle Mühe, Jaques zu zerſtreuen und ihn ſeine gegenwärtigen Uebel ver⸗ geſſen zu machef. Er gab ihm Räthſel auf; er ließ ihn im Kopfe rechnen, er erzaͤhlte ihm aus der Ver⸗ gangenheit, und unterhielt ihn mit hundert Dingen, die ſeinen lebhaften Geiſt beſchäftigen konnten. Endlich beſtand er ſogar darauf, daß der erſte Tag im neuen Jahre als eine Art von Feſttag gefeiert werden müſſe, und machte den Vorſchlag, heute einmal recht in Wohl⸗ leben zu ſchwelgen. Der erſte Käſe, welchen Jaques bereitet hatte, mußte zu dieſem Zwecke dienen. Die armen Gefangenen verzehrten ihn zu ihren in der Aſche


