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Im Schnee begraben! : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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hegen könnten. Deine liebevolle Sorge für mich, und ein wenig Vorſicht von meiner Seite werden mein Le⸗ ben wahrſcheinlich bis zum Frühjahr erhalten, und ich denke noch einmal vor meinem Tode das junge Grün der Wälder und Wieſen zu ſehen.“

Jaques ſchien durch das Zureden des Großvaters wenig getröſtet zu ſein, denn er weinte ſtill vor ſich hin und blieb den ganzen Tag traurig und mißge⸗ ſtimmt. Der Großvater ſah ein, daß er ihm eine An⸗ regung anderer Art geben müſſe, und, das betrübende Thema ganz abbrechend, ſagte er auf einmal mit mun⸗ terem Tone:

„Jaques, mir fällt etwas ein. Wie wär's, wenn wir verſuchten, aus unſerer überflüſſigen Ziegenmilch Käſe zu bereiten? Haſt du wohl ſchon daran gedacht?«

Der Großvater hätte es nicht beſſer treffen können. Sobald ſich für Jaques eine Ausſicht eröffnete, ſich nützlich zu machen, vergaß er ſchnell alles Andere, und griff den hingeworfenen Gedanken mit aller Lebhaftig⸗ keit der Jugend auf.

„Das iſt wirklich ein herrlicher Einfall, Großvater,“ ſagte er;„und morgen ſchon will ich ihn zur Ausfüh⸗ rung bringen.“

Die Gedanken an Krankheit und Tod waren ver⸗ geſſen, und Jaques ſchwärmte nur noch für die neue Idee, welche den armen Gefangenen allerdings von weſentlichem Nutzen ſein konnte.

Am folgenden Tage ging er richtig anss Werk. Er ſammelte die Milch in eine irdene Schüſſel, und that ein wenig Weineſſig daran, um ſie ſchnell gerinnen zu machen. Die Sache gelang ganz nach Wunſch. Jaques formte den Käſe, gab ihm das nöthige Salz, und der