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Im Schnee begraben! : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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daran denken ſollte, ſo mußt du mich daran erinnern, hörſt du? Aber jetzt laß uns vor Allem unterſuchen, wie dick der Schnee vor unſerem Fenſter liegt.“

Als ſie eben ihre Nachforſchungen beginnen woll⸗ ten, drang wie geſtern das klägliche Meckern der Ziege an ihr Ohr.

„Halt!« ſagte der Großvater.»Erſt die arme Blanchette, und dann der Schnee! Dieſer kann warten.“

Beide begaben ſich alſo zunächſt nach dem Stalle. Der Großvater bückte ſich nieder, um die Ziege zu mel⸗ ken, und Jaques ſtand dabei und ſchaute aufmerk⸗ ſam zu. 1

„Recht ſo, Kind,“ ſagte der Großvater, der es be⸗ merkte.„Es iſt in der That nochwendig, daß du das Melken lernſt, damit du mich einmal erſetzen kannſt, wenn ich zu ſchwach dazu ſein ſollte. Du ſiehſt wohl, das Bücken wird meinen alten Gliedern herzlich ſauer, und auch meine Hände fangen an ſchwach zu werden. Verſuche einmal, wie du mit Blanchette und dem Mel⸗ ken fertig wirſt.“ 3

Jaques gehorchte, kniete neben der Ziege nieder, und machte den Verſuch, aber anfangs mit ſo ſchlech⸗ tem Erfolge, daß die Ziege hinten ausſchlug und bei⸗ nahe den Milchkübel umgeworfen hätte.

„Sanfter, Jaques! Sanfter! Du thuſt der Ziege weh, wenn du ſo täppiſch zugreifſt,« ſprach der Groß⸗ vater.„Verſuche noch einmal, aber mit weniger Kraft⸗ aufwande!“

Jaques begann von Neuem mit größerer Sorgfalt, und nach einigen wiederholten Bemühungen ging es beſſer. Blanchette ſtand ruhig, und gab wieder einen großen Topf voll Milch her, der vorſichtig in die Küche