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Im Schnee begraben! : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Der Großvater übertrieb keineswegs, als er dieß ſagte. Obgleich die Hütte ziemlich geſchützt lag und der Schornſtein nach oben hin immer enger wurde, war die Gewalt des Sturmes doch ſo heftig, daß er zuwei⸗ len ganze kleine Wolken von Schnee durch die nach außen gehende Oeffnung herein trieb, und daß die bei⸗ den Gefangenen öfter als einmal die eingedrungenen Flocken von ihren Kleidern abſchütteln mußten. Sie zogen ſich zwar in die äußerſte Ecke des Kamins zu⸗ rück, aber es fehlte noch viel, daß ihnen da ſo behag⸗ lich zu Muthe geweſen wäre, wie daheim in der Hütte des Thales. Nicht allein der Schnee beläſtigte ſie, ſon⸗ dern auch der heftige Sturm, der mitunter in wilden Stößen durch die Oeffnung des Schornſteins herunter⸗ fegte, das kleine Feuer auf dem Herde zu erlöſchen drohte, und überhaupt ein ſehr zudringlicher und unge⸗ hobelter Gaſt war.

Einige Zeit hindurch ertrugen die beiden armen Ein⸗ ſiedler das Unbehagliche ihres Zuſtandes mit ruhiger Geduld, aber endlich wurde es dem Großvater doch zu viel.

„Du ſiehſt wohl, Jaques,“ ſagte er,„daß wir heute nicht anders warm werden können, als wenn wir uns zu Bette begeben. Legen wir uns nieder, denn bis in unſere Schlafecke dringt der Schnee nicht, und auch der Sturm wird uns weniger beſchwerlich fallen. Morgen werden wir ſehen, ob wir uns nicht die zudringlichen Gäſte beſſer fern halten und uns ein behagliches Plätzchen im Kamine einrichten können. Komm, liebes Kind, und laß uns zu Gott beten und uns in ſeinen heiligen Schutz begeben! Er iſt ja überall gegenwärtig, in der Tiefe des Thales, wie auf der