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Im Schnee begraben! : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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loren gehen ließ, während der Großvater die Gelegen⸗ heit wahrnahm, ſie zu melken und ihr den Ueberfluß von Milch zu entziehen. Sie gab einen ganzen Topf voll her, und Jaques betrachtete ſie mit nicht geringe⸗ rem Appetite, als der Großvater, denn Beide hatten, wie bereits erwähnt, den ganzen Tag über noch keine Nahrung zu ſich genommen.

„Wir müſſen Blanchette ſehr ſorgfältig hüten und ihr alle Pflege angedeihen laſſen,“ ſagte der Großvater, als ſie aus dem Stalle wieder nach der Küche, die ihnen, wie ſchon erwähnt, auch zum Wohn⸗ und Schlaf⸗ zimmer dienen mußte, zurückkehrte.„Wir dürfen nie vergeſſen, ſie zu melken oder ſie mit Futter zu verſehen, denn unſer eigenes Leben hängt vielleicht von dem ih⸗ rigen ab.“

„Du erſchreckſt mich, Großvater!“« gab Jaques in der That ſehr erſchrocken zur Antwort.„Fürchteſt du denn, daß wir länger als höchſtens ein paar Tage hier werden zubringen müſſen?«

„Wer kann das vorausſagen?“ erwiederte der Groß⸗ vater mit bedenklicher Miene, und zuckte die Achſeln. „Vielleicht ſind wir morgen oder übermorgen ſchon aus unſerer ſchlimmen Lage erlöst, vielleicht können aber auch Wochen vergehen, ehe man uns befreit. Es iſt immer gut, ſich auf Alles, ſelbſt auf das Schlimmſte, gefaßt zu halten, und wenn man auch nicht die Hoff⸗ nung verlieren darf, ſo darf man doch eben ſo wenig mit allzu großer Sicherheit auf Erfüllung ſeiner Wünſche zählen. Du ſiehſt und hörſt ja, mein Lieber, daß der Sturm und das Schneegeſtöber immer noch nicht auf⸗ gehört haben. Selbſt bis in unſeren Zufluchtsort drin⸗ gen die wirbelnden Flocken ein.