Druckschrift 
Im Schnee begraben! : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Veranlaſſung zu unſerer peinlichen Lage gegeben hat, nur warnen will ich dich, damit du dir den Vorfall für die Zukunft zur Lehre dienen läßt. Hüte dich, mein Kind, und zügle den Leichtſinn deiner Jugend! Pflege den Großvater, wache über ihn, ſo viel du kannſt, und ſei nicht allzu beſorgt und ängſtlich wegen der Zukunft. Wenn Gott mir Kraft gibt und mich glücklich heim ge⸗ leitet, ſollt ihr in wenigen Tagen befreit ſein. Alſo Muth, Geduld und Hoffnung, mein Sohn! Gott ſchütze und behüte Euch!«

Und dich, Vater, ſchluchzte der Knabe, indem er, aufgelöst in Thränen, den letzten Abſchiedskuß auf die Lippen ſeines Vaters drückte.

Francois machte ſich endlich ſanft aus der Umar⸗ mung des Kindes los, rief ſeinen Kühen zu, und trieb die kleine Heerde den Berg hinab. Nach wenigen Minuten ſchon war er mit ſeinen Thieren in den wir⸗ belnden Schneewolken verſchwunden, und Jaques ſuchte vergebens den dichten Flockenſchleier mit ſeinen Augen zu durchdringen. Ein letzter Abſchiedsruf, das Geheul des Windes übertönend, erreichte noch ſein lauſchendes Ohr. Dann verſchwand jede Spur von dem Vater, und einſam ſtand der Knabe auf der unwirthbaren Höhe, umſaust von Winden, eingehüllt von Schnee⸗ wolken, die ſeine zarte Geſtalt in wenigen Sekunden mit einem weißen, feuchten Gewande einhüllten.

Gott behüte dich, Vater! Dich und uns! ſagte er mit leiſer Stimme vor ſich hin, und ſetzte mit einem Seufzer hinzu:Ach, wann, wann wird der Himmel geben, daß wir dir folgen dürfen!«

Noch einen Blick, der um Erbarmen flehte, warf er zum düſteren, umwölkten Himmel hinauf. Dann, ſein