unterſtützte den Großvater, und bat mit Thränen in den Augen um Verzeihung fur ſeine Unbeſonnenheit. Der gute, alte Mann zürnte nicht lange. Er ſtand mit Huͤlfe ſeines Enkels auf, und verſuchte ſeinen Weg fortzuſetzen. Es ging ſo ziemlich, indem ſich der Groß⸗ vater auf ſeinen Alpenſtock und auf die Schulter des Knaben ſtützte, und Beide gaben ſich der Hoffnung hin, daß der kleine Unfall ohne weitere ſchlimme Folgen vorüber gehen würde.
Endlich erreichten ſie die Sennhütte, und waren nicht wenig erfreut, als ſie Jaques' Vater ganz friſch und wohlauf erblickten. Francois Lopraz dagegen er⸗ ſtaunte über den unerwarteten Beſuch. Er war eben mit den Vorbereitungen zum Hinunterſteigen beſchäf⸗ tigt, und wenn der Großvater und Jaques nur noch einen einzigen Tag gewartet hätten, ſo würden ſie der Mühe des beſchwerlichen Bergſteigens überhoben gewe⸗ ſen ſein.
„Mein Vater! Und du, Jaques!« rief er aus, als er die beiden Ankömmlinge erblickte.„Gewiß habt Ihr unten befürchtet, daß mir irgend ein Unfall zugeſtoßen wäre!«
„»Freilich haben wir das,« erndiederte der Großva⸗ ter,„und wohl nicht ohne Grund, da der Tag des heiligen Dionys längſt vorüber iſt, und alle übrigen Hirten bereits ihre Winterquartiere bezogen haben. Was konnte dich ſo lange hier oben zurückhalten, mein Sohn?
„Eine von unſeren Kühen war krank, und ich wollte das arme Thier nicht hülflos dem Elende überlaſſen, 5 entgegnete Francois Lopraz.„»Aber jetzt iſt ſie wieder ganz hergeſtellt, und heute noch hätte ich iene un 5


