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Leben; jeder Sommer, jeder Winter brachte dieſelben Beſchäftigungen, und nie trat ein Wechſel in dieſe be⸗ ſcheidene Einförmigkeit, bis ſich das Ereigniß zutrug, welches Aller Herzen mit nagendem Kummer und ſchwe⸗ rer, drückender Sorge erfüllen ſollte.
Jaques Lopraz war, wie erwähnt, etwa dreizehn Jahr alt, als wieder einmal der milde Sommer von den Thälern des Jura Abſchied nahm, und nun die Familie mit jedem Tage die Heimkehr des Vaters er⸗ wartete. Aber ein Tag nach dem andern verſchwand, und der Vater erſchien nicht, das muntere Gemecker der Ziegen, das Gebrüll, mit welchem die Kühe die alten bekannten Ställe zu begrüßen pflegten, ertönte nicht, Haus und Ställe blieben leer, und ſo oft auch Jaques mit ſeinen Geſchwiſtern nach dem Hügel ging, von deſ⸗ ſen Gipfel man in weiteſter Ferne ſchon den Erſehnten erſpähen konnte, nie entdeckte ſein ſuchendes Auge die kräftige Geſtalt des Vaters, und die braunen Kühe, die hüpfenden Ziegen, deren Stätte im Hauſe ſchon ſeit Wochen bereitet war.
Allmälig bemächtigte ſich einige Beſorgniß Aller Herzen, denn die Zeit rückte ſchnell vor, der Tag des heiligen Dionys war vorüber, alle anderen Sennhirten waren mit ihren Heerden von den Bergen zurückgekehrt, und nur Lopraz, der ſo ängſtlich und mit banger Sorge erwartete Vater Lopraz erſchien nicht.
Was konnte ihn noch auf den Bergen zurückhalten? Sollte ihm vielleicht gar ein Unfall begegnet ſein?..
Jaques lief zu den Nachbarn, fragte, forſchte, aber Niemand konnte ihm Auskunft geben, obgleich es nicht an beruhigenden Troͤſtungen fehlte.„Was willſt du?« ſagte dieſer und jener Mchbar„Dein Vater hat ſich
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