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Fürst Wolfgang : Historische Erzählung / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Fiſcher ruderte die Heimkehrenden an das jenſeitige Ufer hin⸗ über.

Während der Nachen leiſe rauſchend über die Wellen glitt, erinnerte ſich Fürſt Wolfgang des ſchweren Tages, da er ſein Schloß und ſeine getreuen Bürger verlaſſen mußte, und ſein Herz ſchlug in raſchen Schlägen, als er bedachte, wie ganz anders, wie ſo viel beſſer ſich ſeitdem die Verhältniſſe geſtaltet hatten.

Ja, rief er aus, in der Erinnerung an das Lied, das er damals auf dem Marktplatze von Bernburg geſungen,ja, eine feſte Burg iſt unſer Gott, und eine gute Wehr und Waffen! Er hat uns frei gemacht von aller Noth, und jetzt glücklich in das theure Vaterland zurückgeführt. Ihm ſei Ehre, Lob, Preis und Dank!

Freudig ſtimmten ſeine Begleiter in dieſen Ruf ein.

Ehe der letzte Strahl der Sonne hinter den rebenbekränz⸗ ten Bergen verſchwand, befanden ſich Alle oben auf dem Schloſſe, welches Graf Ladro nicht wieder zu betreten gewagt hatte. Wir ſchweigen von dem Jubel der Bürgerſchaft, welche ihren geliebten Fürſten gleich nach ſeiner Ankunft begrüßte, ſchwei⸗ gen von den freudigen Gefühlen, welche Wolfgangs Herz ſchwellten, als er frei und glücklich ſeinem Volke, ſeinen Kin⸗ dern wieder gegenüberſtand. So viel aber können wir ſagen, daß die Heimgekehrten lange nicht ſo ſüß geſchlafen hatten, als in der Nacht, welche dieſem Tage folgte, obgleich der Fürſt und Heinrich, von der Liebe der Bürger zurückgehalten, erſt ſpät ihr Lager aufſuchen konnten.

Ehe wir von unſern Leſern Abſchied nehmen, müſſen wir noch einige Worte über die ferneren Schickſale unſerer Freunde hinzufügen.