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Fürſt Wolfgang regierte noch lange Jahre und ſeine Hand ſtreute eine Fülle von Segen über ſein beglücktes Volk. Die Stadt Bernburg ward für ihre Treue reich belohnt. Der Fürſt verlieh ihr werthvolle Privilegien und nannte ſie vorzugsweiſe ſeine liebe und getreue Stadt. Der Bürgermeiſter Melchior Wagnitz ſtand in hohen Ehren bei ſeinem dankbaren Herrn, und ein ſchönes Landgut, in der Nähe von Bernburg gelegen, lohnte ſeinen Eifer und ſeine Anhänglichkeit. Der Müller von Körau mußte ſeine Mühle verlaſſen und der Fürſt baute ihm eine an⸗ derere auf einer Inſel mitten in der Saale, deren Geklapper noch heutzutage munter durch das Rauſchen der Wellen und das Brauſen der mächtigen Waſſerräder erſchallt.— Heinrich von Kroſigk und Paul Kramer, welcher Letztere nach einigen Wochen glücklich von ſeinen ſchweren Wunden genaß, durften den Fürſten nie wieder verlaſſen. Mit allen Banden der Liebe wußte ſie der edle Wolfgang an ſich zu feſſeln und ſeine Zu⸗ neigung war ihnen theurer und galt ihnen viel höher, als alle Schätze, mit denen ſeine freigebige Hand ſie überhäufte.
Fürſt Wolfgang.


