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über dieſe unerwartete Kühnheit, einen Schritt weit zurück⸗ wiechen. Dieſen Augenblick benutzte der Fürſt, ergriff den Jun⸗ ker bei der Hand und zog ihn raſch ſich nach, die Treppe hinan. Graf Ladro bemerkte es und ſtieß einen Schrei der Wuth aus.
„Vorwärts, Hunde!“ brüllte er wie außer ſich, und hieb toll und blind auf ſeine eigenen Leute los.„Der Fang ent⸗ geht uns! Ihm nach! Ihm nach!“
Der wilde Schrei verfehlte ſeine Wirkung nicht. Ein furchtbarer Hieb des Hauptmanns, welcher auf das ungedeckte Haupt Paul Kramers niederſchmetterte, warf den treuen Mann ſchwer verwundet zu Boden und über ſeinen Körper hinweg ſtürzten die Söldner der Treppe zu. Aber ſchon war es zu ſpät. Fürſt Wolfgang befand ſich mit Junker Heinrich in Sicherheit auf der Plattform und die raſch zugeworfene eiſerne Fallthür ſchützte ihn vor dem Grimm der wüthenden Verfolger.
„Pulver herbei!“ rief Graf Ladro mit vor Wuth heiſerer Stimme.„üUnterminirt den Thurm und ſprengt ihn mit ſammt dem geächteten Bären in die Luft!“
„Halt da, im Namen des Kaiſers!“ rief jetzt plötzlich an der Außenſeite des Thurmes eine kräftige Männerſtimme.„Die Schwerter eingeſteckt! Ich bringe Frieden und Verſöhnung!“
Erſchreckt verließ Graf Ladro mit ſeinen Leuten den Thurm, und von oben her erſchallte der freudige Ruf Fürſt Wolfgangs.
„Hilf, du heilige Dreifaltigkeit! Das iſt Melchior Wag⸗ nitz, der wackere Bürgermeiſter unſerer getreuen Stadt Bern⸗ burg!“
„Ja, der iſt's, und bringt freudige Botſchaft, mein hoher Herr!“ rief Melchior Wagnitz jauchzend zur Zinne des Thur⸗ mes empor.„Gott ſei ewig Dank, der mich noch zu rechter Zeit hierhergeführt hat. Hier ſind die Pergamente der Kaiſer⸗ lichen Majeſtät. Die Acht iſt von Euch genommen. Ihr ſeid in alle Eure Rechte wieder eingeſetzt und der Kaiſer bewilligt
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