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Fürst Wolfgang : Historische Erzählung / von Franz Hoffmann
Entstehung
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der Fenſteröffnungen in's Freie, und gewahrte nun im hellen Mondenlichte die gewappnete Schaar, welche den Thurm von allen Seiten einſchloß.

Hilf, du heilige Dreifaltigkeit, wir ſind Alle verloren! ſagte er ſeufzend, indem er die Stufen wieder hinunterſprang. Es jammert und ſchmerzt mich tief, meine theuren Freunde, daß Ihr um meinetwillen den Tod erleiden müßt!

So weit iſt's noch nicht, mein gnädigſter Herr, erwi⸗ derte Paul Kramer, der, ein Schwert in der Hand, ſich feſt gegen die Thür ſtemmte, an deren Erbrechung Graf Ladro von außen mächtig arbeitete.Hier unten können wir uns freilich nicht lange halten, aber ſchwer ſoll es den Feinden werden, die Plattform oben zu gewinnen. Eilt hurtig hinauf, gnädigſter Herr, und Ihr, Junker, folgt! Sobald Ihr oben ſeid, ſpringe ich nach. Noch hält die Thür, und ſie wird halten, bis wir Alle geſichert ſind!

Was könnte die kurze Friſt uns helfen? fragte der

Fürſt.Zum Kampfe muß es ja doch kommen, und darum laßt uns jetzt hinaus und uns durchſchlagen, oder mit dem Schwerte in der Hand fallen, wie es tapferen Kriegern ge⸗ iemt! Eilt, eilt, gnädigſter Herr, ich bitte, ich beſchwöre Euch! rief Paul Kramer in Tönen der höchſten Angſt, da er dem An⸗ drange der Feinde kaum noch zu widerſtehen vermochte.Eine Minute gewonnen, kann Alles wenden! Darum hinauf! hin⸗ auf! theurer Herr!

Wolfgang gab der dringenden Bitte nach, und eilte mit

Heinrich von Kroſigk die Stufen der Wendeltreppe empor.

Schon hatte er die Fallthür gelüpft, und wollte eben auf die Plattform treten, als er plötzlich ein lautes Krachen vernahm, einen Blick zurückwarf, und die Thüre am Eingange des Thur⸗ mes ans ihren Angeln geſprengt ſah. Die Feinde, der Graf