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Fürst Wolfgang : Historische Erzählung / von Franz Hoffmann
Entstehung
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mit gedämpfter Stimme.Bindet die Thiere an den Bäumen feſt, und dann vorwärts, gerade den Berg hinauf. Aber haltet Euch ſtill, und hütet Euch, Geräuſch zu machen! Wenn uns diesmal der Fang entgeht, gewinnen wir ihn nimmer!

Wißt Ihr denn aber auch ganz gewiß, daß der Fürſt in dem alten Gemäuer bei Kauz und Uhu im Verborgenen lebt, Graf Ladro? fragte der Hauptmann, welchen wir in der Mühle zu Körau ſchon kennen lernten, den Anführer.Wenn Ihr Euch nur nicht täuſcht! Es iſt doch ſo gar öde und ein⸗ ſam in der Gegend! Ich kann es nicht glauben, daß ſelbſt ein geächteter und vogelfreier Mann lange Monate hindurch hier aushalten ſollte!

Thorheit, Herr Hauptmann! erwiderte Graf Ladro. Meint Ihr, ich würde um nichts und wieder nichts meine Glieder in Gefahr begeben, in dem verdammten Dickicht hier in Stücke zerbrochen zu werden? Conrad, der ſchon einmal die Fährte des Wildes fand, hat ſie abermals ausgeſpürt, und auf ihn kann ich mich verlaſſen. Er durchſtreifte die Schluchten des Harzes und ſah eines Tages vom Berge dort drüben, den das Volk in dieſer Gegend den Meiſeberg nennt, Rauch aus dem alten Thurme der Burg oben aufſteigen.

Wo Rauch iſt, iſt auch Feuer, dachte er und legte ſich auf die Lauer. Tags darauf erblickte er den Fürſten jagend im Walde, und eilte zu mir, der treue Mann, um mir ſeine Nach⸗ richten mitzutheilen. Dort oben liegt der Bär, und in ſeiner eigenen Höhle wollen wir ihn fangen. Gelt, Conrad?

Der Fürſt bewohnt jetzt die alte Burg, das verbürge ich mit meinem Leben! erwiderte der Spion.Ob wir ihn aber fangen, das hängt von Euch ab, gnädiger Herr. Er iſt ein ſcheues und tapferes Wild; das bedenkt.

Wohl geſprochen, mein Burſch! antwortete der Graf tückiſch lächelnd.Aber ſei der Bär noch ſo ſchlau und ſtark,