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einen günſtigen Erfolg errungen hätten. Oft beſtieg er die Zinne des alten Thurmes und ſchaute im Thale entlang und über die Ebene hinweg nach ſeiner geliebten Stadt hinüber. Wenn ſich drunten im Walde Etwas regte, ſo ſchlug ſein Herz voll Erwartung; denn er glaubte eine Schaar ſeiner treuen Bürger würde aus dem Dickicht hervorbrechen, um ihm ſeine Befreiung, ſein Glück zu verkündigen. An Verrath und Ueber⸗ fall dachte er nicht; und dennoch war eine ſolche bange und gefahrdrohende Stunde ihm näher, als die Erfüllung ſeiner glänzenden Hoffnungen.
Eine wonnige Frühlingsnacht lag duftig über der Erde. Die Natur ſchlummerte. Auch Fürſt Wolfgang und die Ge⸗ noſſen ſeiner Einſamkeit hatten ihre Augen zugethan, und träumten vielleicht füßen ruhigen Traum. Draußen wandelte der Vollmond am tiefblauen, wolkenloſen Himmel, und goß ſein zauberhaft liebliches Licht über die Wälder aus. In den Bü⸗ ſchen ſäuſelte ein milder Hauch, und in das Säuſeln miſchten ſich ſchmelzend und klagend die Töne einer Nachtigall, aus den Zweigen einer Linde erſchallend, die inmitten der Trümmer dicht an dem Thurme der zerfallenen Burg ihre ſchattenreichen Zweige ausbreitete. Der ſüße Geſang weckte die Schläfer nicht; ein wilderer Klang ſollte den Schlummer von ihren geſchloſſe⸗ nen Augen ſcheuchen.
Unten im Thale regte ſich's geheimnißvoll in dem Dickicht des Waldes, das Geſtampf muthiger Roſſe, leiſes Waffengeklirr und halblaute Stimmen unterbrachen die tiefe Stille der Wild⸗ niß. Bei dem ſchwachen Schimmer einzelner Mondſtrahlen, die durch das Gegitter der belaubten Bäume brachen, konnte man eine Schaar reiſiger Männer erkennen, welche den Worten und Winken eines vom Kopf bis zu den Füßen geharniſchten Rit⸗ ters gehorchte.
„Herunter von den Pferden!“ befahl dieſer herriſch, aber


