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Fürst Wolfgang : Historische Erzählung / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Kräftig emporgerichtet, warf er noch einen langen Blick auf die weit ausgebreitete Landſchaft.

Haben wir auch Alles verloren, ſprach er hierauf mit Freudigkeit,das Beſte bleibt uns doch, unſer Gott und unſer gutes Gewiſſen!

Und die Hoffnung auf ein fröhliches Ende aller Leiden, fügte Paul Kramer hinzu.

Als die Nebel im Thale dampften und die Dämmerung ihren grauen Schleier über die Erde breitete, ſtiegen die drei Männer leichten Herzens von der Zinne des Thurmes hernieder, und ſuchten Erquickung und Vergeſſenheit im Schlafe. Ihr La⸗ ger war ärmlich, aber die Hoffnung, der ſanfte, tröſtende Engel, bettete ihr Haupt mit weicher Hand.

Zwölftes Kapitel.

Der Herbſt verging, die bunten Blätter fielen von den Bäumen und der Winter deckte die Erde mit ſeinem kalten, weißen Schneetuche zu. Fürſt Wolfgang und ſeine Genoſſen lebten ſtill vor ſich hin, und in regelmäßiger Einförmigkeit ſtrichen die Tage an ihnen vorüber.

Es mangelte ihnen nicht am Nothwendigſten. Paul Kra⸗ mer hatte mancherlei Jagdgeräthe geſchnitzt, mit deſſen Hilfe es ihnen gelang, die Thiere der Wildniß zu erlegen. Der noch ziemlich wohlerhaltene, tiefe Brunnen des Schloſſes verſorgte ſie mit Waſſer, und die erjagten Bären, außer mit ihrem wohl⸗ ſchmeckenden Fleiſche, auch mit weichen, wärmenden Fellen.

Das Thurmgemach, welches die Einſiedler bewohnten, war